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SPD Niederrad.

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Zweierlei Maß – Mainfeld und Bürostadt offenbaren mieterfeindliche Wohnungspolitik :

Ortsbeirat

Erstaunt nimmt der SPD Ortsverein Niederrad den jüngsten gemeinsamen Vorstoß der Stadtverordnetenfraktionen von CDU und Grünen zur Kenntnis: Bei den leer stehenden Gebäuden in der Bürostadt tritt die Koalition für den Grundsatz "Sanierung und energetische Ertüchtigung" vor Abriss und Neubau ein und führt dabei ökologische Gründe an. Wo aber war dieser Grundsatz als es um die von mehr als 2000 Menschen bewohnten Häuser im Mainfeld ging?

Hier ging man bei ähnlicher Baustruktur noch davon aus, dass Abriss und Neubau günstiger kommen.
Seit Jahren fordern die Bewohner der Mainfeldsiedlung den Eigentümer vehement zu Sanierungsmaßnahmen auf, da schlechte Dämmung und undicht gewordene Fenster deren Nebenkosten in die Höhe treiben.
Statt die ABG Holding zur längst fälligen Sanierung aufzufordern, also den für die Bürostadtgebäude als richtig erkannten Weg einzuschlagen, folgt man beim stadteigenen Betrieb offensichtlich dem bequemen Weg und versucht sich von der nicht ohne Grund bis 2078 geltenden Sozialbindung der Wohnungen zu befreien.
Ganz offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Man fordert von Privateigentümern ökologisches Bewusstsein ein, das bei städtischen Eigentümern offensichtlich keine Rolle spielt. Bei aller Problematik, die das Mainfeld bietet, sollten die Interessen der über 2000 Bewohner nicht derartig mit Füßen getreten werden.
Laut dem aktuellen Wohnungsmarktbericht der Stadt Frankfurt würden die Bewohner, die mehrheitlich gern im Mainfeld wohnen, bei einem Abriss der Hochhäuser auf einen überlasteten Wohnungsmarkt treffen.
Die SPD Niederrad appelliert dringend an die Stadtverordnetenfraktionen von CDU und Grünen, ihre Aufgaben als Aufsichtsräte in der städtische Wohnungsbaugesellschaft ernst zu nehmen und die ABG Holding an ihre eigentliche Aufgabe zu erinnern, angemessenen Wohnraum zu erschwinglichen Mieten zu schaffen.

 

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